DIE HOMÖOPATHISCHEN ARZNEIMITTEL
Oft werden homöopathische Arzneimittel stark kritisiert und als „Placebo“ bezeichnet, wonach sie eine rein psychologisch bedingte Wirkung haben sollen. Die Heilungen und die ständig zunehmende Anzahl an Personen, die auf homöopathische Arzneimittel zurückgreifen, stellen bereits eine ausreichende Antwort auf diese Anschuldigung dar.
Hinzu kommt, dass auch in der Veterinärmedizin und in der Landwirtschaft homöopathische Mittel verwendet werden. Es kann sich um keine Placebo-Wirkung handeln, wenn unsere Katze durch homöopathische Globuli gesund wird!
Die Auflehnung der Vertreter der Schulmedizin hat verschiedene Ursachen und nicht alle sind edler Natur, doch unnütze Auseinandersetzungen sind hier fehl am Platz. Die erste und einzige Anschuldigung, die der Homöopathie gemacht werden kann, ist, dass in einem homöopathischen Arzneimittel die „Heilsubstanz“ so stark verdünnt ist, dass manchmal keine Spur davon übrig ist. Die Gegner dieser Medizin behaupten daher, dass die Heilung unecht ist und die Besserung auf den berühmten „Placebo-Effekt“ zurückzuführen ist.
Doch wenn auch wenn die Wirkung homöopathischer Mittel noch nicht vollständig wissenschaftlich erklärt wurden, darf man die positiven Ergebnisse therapeutischer Resultate bei Erwachsenen, Kindern, Tieren und sogar Pflanzen nicht länger als Placebo-Wirkung betrachten.
Also wenn die Homöopathie „nichts“ wäre, dann würde entweder „nichts“ eine Wirkung erzielen oder es besteht eine Kritik an etwas, das man nicht kennt.
Bezüglich der Verdünnungen sollte man wissen, dass jedes homöopathische Mittel nach bestimmten Systemen verdünnt wird: Dezimal (DH), Zentesimal (CH) und Quinquagintamillesimal (LM). Hahnemann verdünnte 2 Tropfen Urtinktur z.B. aus einer Pflanze, mit 99 Tropfen Alkohol. Nachdem er das Mittel gut geschüttelt (dynamisiert) hatte, entnahm er einen Tropfen und verdünnte diesen in weiteren 99 Tropfen Alkohol, schüttelte das Gemisch und wiederholte diese Prozedur, bis er die gewünschte Verdünnung erreicht hatte (4–5–7–9 CH Zentesimal). Das gleiche Verfahren wird bei Dezimal- und Millesimalpotenzen angewendet.
Heute gibt es homöopathische Arzneimittel in Form von Tropfen, Globuli, Granulat, Tabletten, Sirup und Ampullen; die Herstellerfirmen werden wie jedes andere Pharmaunternehmen gesetzlich kontrolliert und strengen Qualitätskontrollen unterzogen.
Potenzen |
Verhältnis
Arznei + Träger |
Anzahl
Dynamisierungen
|
DH = Dezimal |
1 + 9 |
10 |
CH = Zentesimal |
1 + 99 |
50 |
LM = Quinquagintamillesimal |
1 + 50.000 |
100 |