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Farmacisti in aiuto>


„Viele Krankheiten können nur mit Liebe und Verständnis geheilt werden.“
(Tibetisches Sprichwort)



DIE MISSION
„Unsere Mission ist die Zusammenarbeit mit der armen Bevölkerung, um ihre soziale und kulturelle Entwicklung zu fördern, damit sie eines Tages durch unsere Hilfe ein selbständiges und würdevolles Leben führen können.“

DIE GESCHICHTE
Alles begann 2002 mit der Einführung des Euro, in den Gemeindeapotheken von Fiumicino (Rom).
Da wir eine Mission der Padri Stimmatini von Verona beim Bau einer Apotheke in Tansania unterstützen wollten, hinterließen wir über 100 Sparbüchsen in verschiedene Geschäftsstellen unseres Stadtteils, um die letzten im Umlauf verbliebenen Lire zu sammeln.
Nach 100 Tagen stellten wir erstaunt fest, dass der Wert der Spenden in Euro viel höher war als jener in Lire!
Dadurch haben wir verstanden, dass die Menschen großes Vertrauen in uns gezeigt und unsere Projektidee unterstützt hatten.

2003 beschlossen wir, das gezeigte Engagement zum beruflichen Leitmotiv zu machen, das unser tägliches Leben charakterisieren sollte.
Wir dachten es sei möglich, unter Einbeziehung unserer Mitbürger jenen Kindern zu helfen, die wir in Tansania kennen gelernt hatten.

2003 und 2004 hatten wir es geschafft, 100 afrikanischen Kindern eine Unterstützung zu bieten, zu denen dann weitere 30 aus Indien kamen, die in Kerala adoptiert wurden, wo wir zwischenzeitlich eine zweite Hilfseinrichtung eröffnet hatten.

2005 schlug dann ASSOFARM, der Verband der italienischen Gemeindeapotheken, diese Initiative allen anderen italienischen Gemeindeapotheken vor. Viele Apotheken nahmen an der Initiative dank dem Einsatz der Kollegen teil, die diese Erfahrung teilen wollten.

Im Juli 2006 wurde aus einer spontanen Initiative eine Non-Profit-Organisation. Die Gründer setzten sich dafür ein, der Organisation dieselbe Freiheit bezüglich Ideen und Umsetzung zu gewährleisten und nahmen keine politische Position ein, weder innerhalb der Standes- und Interessensvertretungen noch in anderen Organisationen und Gewerkschaften. Des Weiteren wurde festgelegt, dass die Verwaltungs- und Organisationskosten nicht mehr als 5% ausmachen dürften, damit jährlich 95% der gesammelten Spenden tatsächlich den Betroffenen zugute kommen.

Ende 2006 konnten die „Farmacisti in aiuto“ fast 300 Kindern helfen und dank der unentbehrlichen Unterstützung von Loacker Remedia wurde mit dem Bau eines Dorfes aus Ziegeln begonnen. Im August 2006 wurden die ersten 10 Häuser übergeben. Die anderen 18 für 2007 und 2008 geplanten Häuser geben ebenfalls dutzenden Personen, die in Hütten aus Palmenblättern lebten, ein sicheres Dach über dem Kopf und einen zuvor undenkbaren Lebensstil.

Fünf Jahre später ergaben sich jedoch die ersten Schwierigkeiten, aufgrund derer wir unsere Tätigkeit noch einmal überdenken mussten. Zahlreiche Familien, die noch 2003 und 2004 voller Überzeugung unsere Kinder unterstützten, reduzierten allmählich ihre Zahlungen. Da uns das Nachfragen peinlich war, beschlossen wir aus Gründen der Diskretion es nicht zu tun. Also zogen wir in Betracht, die Spenden der Sparbüchsen in den teilnehmenden Apotheken einzusetzen, um unseren Kindern dennoch eine konstante Unterstützung zu bieten.

Aufgrund der Befürchtung, das Problem könne wachsen, setzten wir uns für die Einrichtung einer Stiftung ein, die durch möglichst viele Sparbüchsen in den Apotheken aufgefüllt werden sollte. Auf diese Weise konnten wir alle ins Leben gerufenen Projekte finanziell decken und waren nicht mehr auf den Einsatz anderer angewiesen.

Unserer Meinung nach kann der Fonds der „Farmacisti in aiuto“ die unternommenen Initiativen kontinuierlich unterstützen und dabei den Bau einiger unentbehrlichen Infrastrukturen wie Brücken, Dörfer, Brunnen, Straßen und kleine sanitäre Einrichtungen ermöglichen.

Ab November 2006 bot FAR.MED, ein auf Apotheken spezialisiertes Steuerberatungsbüro mit Geschäftsstellen in ganz Italien an, unsere Arbeit auch bei anderen Apothekern vorzustellen. Ab diesem Zeitpunkt wurden auch private Apotheken miteinbezogen.

Somit sind wir zum Schluss gekommen, dass die zwei Bestandteile des italienischen Apothekensystems auch an einem Strang ziehen können: Wenn es darum geht, Menschen in Not zu helfen!

2007 starteten wir auch dank der Hilfe von ASSOFARM Projekte zur Gründung und Organisation von medizinischen Fürsorgestellen in unseren Missionsorten. In Zusammenarbeit mit den Partnern Namastè und Bertoni und den lokalen Ärzten und Sanitätern kamen wir zum Entschluss, dass die Professionalität der Apotheker das Herzstück unseres Wohltätigkeitsprojektes sein kann.

2008 vergrößerte sich das Netz und „Farmacisti in aiuto“ gehören heute über 100 Besitzer oder Geschäftsführer von Apotheken an, die durch ihre unterschiedlichen Aufgaben den Verband unterstützen und weiter entwickeln.

2009 beschloss „Farmacisti in aiuto” seine Organisation und seine Struktur gemäß den von der Agentur für Non-Profit-Organisationen für alle italienischen Wohltätigkeitsorganisationen erlassenen Bestimmungen neu zu gestalten. Die Vereinsleitung verkündet also für 2010-2011 ihre Absicht, die Regeln und die Verfahren für die gesamte Tätigkeit des Vereins festzulegen und niederzuschreiben, um die Beziehung zu den Spendern ständig zu verbessern.

Seit Anfang 2010 arbeitet der Verein an den in Indien und Tansania gestarteten Projekten weiter, führt die ersten konkreten Schritte bei seiner Verbesserungspolitik durch und beschloss zudem, die Weichen für ein Wohltätigkeitsprojekt auf nationaler Ebene zu stellen.

Während der ersten sechs Monate wurden alle Vorbereitungen für diesen Prozess getroffen und geeignete Möglichkeiten gesucht, um mit den anderen auf italienischer Ebene tätigen ehrenamtlichen Organisationen in Kontakt zu treten.

Ziel dieser Suche ist ein geeigneter italienischer Partner im Bereich Gesundheit und Solidarität gegenüber den wirtschaftlich Schwächeren bzw. denjenigen, die unter einer anderen Form von Not leiden, um ein gemeinsames Projekt ins Leben zu rufen.

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